• Christian Wolf

ALLES WAS SIE ÜBER EINE BRUSTVERGRÖSSERUNG WISSEN MÜSSEN


In folgendem Beitrag möchte ich etwas ausführlicher auf das Thema Brustvergrößerung mit Implantate eingehen. Für viele Patientinnen ist es eine erste Operation, viele informieren sich im Internet oder bei Freundinnen die bereits eine operative Brustvergrößerung hinter sich hatten. Ich möchte auf diesem Weg viele Fragen klären und wichtige Informationen zu meiner Technik und meinem operativen Vorgehen geben.

=> Wenn ihnen weitere wichtige Fragen einfallen bitte schreibt mir, damit ich diesen Blog ergänze!


WAS IST MEIN OPERATIVER ANSPRUCH?

Mein Anspruch ist eine natürliche Brustform, eine natürliche kosmetische Vergrößerung der Brust passend zur Körperform.


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WAS IST SILIKON?

Das Material von Implantate wird aus Silizium hergestellt, ein metallähnliches Element was durch Erhitzen von Quarz in der Verbindung mit Kohlenstoff entsteht. Es kann in einem festen, flüssigen oder gelförmigen Zustand hergestellt werden.



WELCHE IMPLANTATE VERWENDE ICH UND WARUM?

Generell verwende ich hochwertige Implantate und im speziellen für meine Muskelkappentechnik Premium-Implantate wie Ergonomix von Motiva. Warum? Sie sind zu 100% mit Silikon gefüllt, es gibt andere Hersteller die ihre Implantate nicht zu 100% mit Silikon ausfüllen. Außerdem sind sie sehr soft, das vermindert die Gefahr von Rippling (Fältelungen des Implantates unter der Haut, könnte man tasten) und sie fühlen sich sehr natürlich an. Ein weiteren Vorteil haben diese Implantate, da sie im Stehen eine Tropfenform einnehmen und im Liegen eine rundliche Form: idealerweise verhält sich die Brust einer Frau bei Lageveränderung genau so. Andere Implantate, ob rund oder anatomisch, ändern ihre Form bei Lageveränderungen nicht.

Es wird behauptet dass weiche Implantate häufiger zu einem Durchrutschen (Bottoming Out) unter die Unterbrustfalte neigen. Wenn jedoch die Wundadaptation des operativen Zugangsweges, wie ich es mache, mehrschichtig genäht wird besteht keine erhöhte Inzidenz wie zu anderen Implantattexturierungen.

Ein weiterer Vorteil dieser Premiumimplantate ist eine geringe Assoziation zur Ausbildung einer Kapselfibrose.

WIE MESSE ICH DIE IDEALEN IMPLANTATE AUS?

Ihr habt euch sicherlich schon gefragt wie wir Operateure die idealen Implantate passend zur Brust ausmessen? Eine Brust einer Patientin ist genau so individuell wie wir Menschen individuell sind. Es gibt daher auch für das ideale Implantat kein „Schema F“. Für die Auswahl des Implantates spielen viele Faktoren eine Rolle. Handelt es sich bei dem Eingriff um eine primäre Brustvergrößerung, eine junge Patientin mit erhaltener Spannkraft und Elastizität der Haut? Hatte die Patientin schon eine oder weitere Schwangerschaften hinter sich, womöglich mit einer Reduktion des Drüsenanteils? Bestehen Asymmetrien die auszugleichen sind? Implantate können in unterschiedlichen Körpergrößen und Körperformen unterschiedlich projizieren. Wichtig sind auch die Vorstellungen der Patientin wie ihre Brust nach einer Vergrößerung aussehen soll. Messungen wie eine Brustbreite und Höhe einer Brust bestimmen natürlich wie groß ein Implantat sein darf um ein natürliches Aussehen zu bewahren. Meine Handschrift ist ein natürliches kosmetisches postoperatives Ergebnis, keine plastische Überzeichnung. Um meiner Patientin ein Gefühl für die Größe zu geben benutze ich Sizer mit Hilfe derer wir das Gewicht und die Form unterschiedlicher Implantatgrößen nachahmen. Ich empfehle bereits zum Ersttermin ein enges T-Shirt oder einen Body zu tragen, damit die Konturen besser sichtbar werden. Um ihr einen optischen Eindruck der neuen Brust zu vermitteln verwende ich ein 3D Simulationsprogramm. Mit dieser Simulation lassen sich unterschiedliche Grössen und Projektionen von Implantaten einstellen, die Patientin sieht sich in einer live Darstellung auch bei Drehbewegungen.

All diese Faktoren fließen in die Wahl zum idealen Implantat für die Patientin ein. Für mich als Operateur ist es wichtig, dass wir uns vor unserer geplanten Operation gemeinsam auf ein, maximal zwei Implantatgrößen einigen. Eine Narkose hat Risiken, eine Operation soll nicht durch intraoperatives Austesten unterschiedlicher Größen in die Länge gezogen werden. Außerdem entstehen durch das intraoperative Wechseln von Implantaten und Größen Gewebeschäden oder Implantatbeschädigungen. Meine kurzen Hautinzisionen von mitunter 3,0 cm bis zu 2,7 cm an der Unterbrustfalte lassen dieses intraoperative Austesten ohnehin nicht zu.

WAS BEDEUTET MUSKELKAPPENTECHNIK?

Für mich als Plastischer Chirurg hat die Erhaltung und Schonung des Gewebes hohe Priorität, deswegen setzte ich den Brustmuskel nicht am Rippenansatz ab. Der Brustmuskel wird hingegen auf Höhe der maximalen Projektion des Implantates gespalten, somit bleibt die Funktion des Muskels in Gänze erhalten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch eine geringere Schädigung muskulärer Anteile ein geringeres Nachblutungsrisiko besteht weswegen ich meine Operationen prinzipiell tagesklinisch durchführe. Dadurch benötige ich auch keine Drainagen, was das postoperative Management erleichtert. Die Muskelkappentechnik, welche ich von meinem Mentor Dr. Walther Jungwirth erlernt habe, ist schmerzarm. Unsere Patientinnen dürfen am selben Tag, geschont durch das Tragen einer Kompressionswäsche, ihren Arm frei bewegen. Ruckartige, schnellende Bewegungen sollten für 2 Wochen postoperativ vermieden werden.


Ich habe euch auch ein Video einer lieben Patientin am Tag nur wenige Stunden nach der Operation gedreht. Hier seht ihr wie sie ihren Arm ohne Probleme langsam anhebt.


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WIE ZEICHNE ICH AN?

Vor unserer Operation erfolgt eine Anzeichnung, diese wird typischerweise im Stehen durchgeführt. Es erfolgt die Markierung der Brustmitte zur Orientierung der Schnittführung an der Unterbrustfalte. Markierung der Brust-Ränder, was wir Operateure Foodprint der Brust nennen. Markierung des Dual-Plane Pockets, der maximalen Projektion des Implantates und der neuen Position der Mamille. Diese Landmarken dienen der intraoperativen Orientierung im Liegen nach dem sterilen Abwaschen.



WIE WIRD DIE OPERATION DURCHGEFÜHRT?

Im Rahmen des Erstgespräches in einem angenehmen Ambiente bespreche ich gemeinsam mit der Patientin die Ursachen und Wünsche eines operativen Eingriffes sowie den Ausgangsbefund. Am Tag der Operation erfolgt zuerst die stationäre Aufnahme. Auch wenn meine Operationen vorwiegend tagesklinisch durchgeführt werden kommen die Patientinnen zuerst auf die Station. Schon bald wird man in den OP gebracht. Hier erfolgen die letzten Vorbereitungen und Checks von Anästhesie und Operateur vor unserer gemeinsamen Operation. Ich begrüße die Patientin und hier beginnt im Grunde die Operation durch das Anzeichnen und OP-Markierung. Für mich ist es wichtig, dass alles im ruhigen und angenehmen Ambiente erfolgt. Obwohl es für mich Routine ist, viele meiner Patientinnen haben ihre erste Operation vor sich. Es ist mir besonders wichtig nochmal auf ihre Wünsche einzugehen. Anschließend fahren wir mit der Patientin in den Operationssaal. Sie wird von unserem netten OP-Team begrüßt. Mit Beginn der Anästhesie startet auch unsere Operation. Es erfolgt zuerst eine Schnittführung an der Unterbrustfalte, dann Formung eines präpektoralen Pockets (Mobilisation der Drüsenanteile), anschließend Spalten des Brustmuskels mit Formung eines Pockets unterhalb des Brustmuskels. Das jetzt von mir in No-Touch Technik eingebrachte Implantat liegt nun Dual-Plane. Die Operation wird ohne Drainagen durchgeführt. Eine Wundadaptation erfolgt mehrschichtig mit selbstauflösendem Fadenmaterial. Die Intrakutannaht (Naht zum Hautverschluss) besteht aus einem nicht resorbierbareren Fadenmaterial und wird von mir 2 Wochen nach der Operation entfernt. Am Ende der Operation wird direkt die Kompressionswäsche angelegt. Die gesamte Operation dauert ca. 50 bis 60 Minuten. Nachdem die Patientin schonend aus der Narkose aufgewacht ist wird sie in den Aufwachraum gebracht, anschließend zurück auf die Station. Hier erholt sie sich von ihrer Operation, ein erstes Aufstehen erfolgt mit der Stationspflege. Eine frühe postoperative Mobilisation für mich sehr wichtig. Vor der Entlassung erfolgt eine Visite durch mich. Es folgt eine Zeit mit engmaschigen Kontrollen über meine Ordinationen in Salzburg und Wien.

WO FÜHRE ICH MEINE SCHNITTE UND WIE LANG SIND DIESE?

Meine Schnittführung befindet sich an der Brustunterfalte. Ich bin um sehr kleine Schnittführungen bemüht, meist sind Schittlängen (abhängig von der Implantatgröße) von bis zu 2,7 cm möglich für ca. 300 ml. Jedoch schützen kleine Schnittlängen nicht vor dem postoperativen Risiko eines Bottoming Out (das Implantat rutscht unter die Unterbrustfalte), dieses Risiko ist abhängig von Gewebe- und Hautqualität.

Einen periareolären Zugang (Schnittführung am Unterrand der Areola) führe ich bei speziellen Indikationen durch.


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WIE KANN ICH MICH FÜR EINE OPERATION VORBEREITEN?

Vor unserer gemeinsamen Operation finden mindestes zwei Gespräche statt. In einem ersten Gespräch besprechen wir Wünsche und Vorstellungen wie ihre Brust postoperativ aussehen soll und welche Implantatgrößen zur Körperform passen. Wir probieren Sizer an und führen eine optische Visualisierung mittels 3D Software durch. Im Erstgespräch gehen wir auch auf alternative Behandlungsmöglichkeiten und alle OP-Risiken ein.

Für das Zweitgespräch bitte ich meine Patientinnen alle Information und Fragen die sie haben zu sammeln, damit wir diese in Ruhe zum Gesprächstermin klären. Viele informieren sich bei Freundinnen die bereits eine OP hinter sich haben oder im Internet. Im zweiten Gespräch erfolgt neuerlich eine OP-Aufklärungen über Ablauf und Risiken und wir legen uns auf das ideale Implantat fest.

Für viele Patientinnen ist es wichtig, dass das soziale und berufliche Umfeld wenig von ihrer geplanten Operation mitbekommt. Wenn keine körperlich belastende Tätigkeit ausgeübt wird können meine Patientinnen wieder schnell ins Arbeitsleben zurück kehren. Eine liebe Patientin von mir ist hier auf eine tolle Idee gekommen die wir mit euch teilen wollen. Ein paar Wochen im Vorfeld ihrer Operation begann sie zwei Push-up BH übereinander zu tragen, vermied ausgeschnittene T-Shirts und simulierte so vorab ihre Vergrößerung. Nach ihrer Operation in einer Zeit in der das Tragen der Kompressionswäsche wichtig war behielt sie das Vermeiden tief ausgeschnittener T-Shirts. Nach dem Wegfall meiner Empfehlung zum Tragen der Kompressionswäsche 6 Wochen postoperativ konnte sie nun stolz ihre neue Kontur zeigen ohne dass beruflich ein Stigmata bestand.

Es ist auch sind hervorragende Ideen, einige Tage vor der Operation einige Mahlzeiten im Voraus zuzubereiten und einzufrieren oder einen Essenslieferdienst zu arrangieren, um die Genesung zu erleichtern. Oder Hausarbeiten, die im Voraus erledigt werden müssen, abzuarbeiten, damit man sich nach der Operation nicht darum kümmern muss. Bitten sie auch Familie, Partner und Freunde um Hilfe.



ICH SEHE DAS ERGEBNIS DAS ERSTE MAL NACH MEINER OPERATION:

Für mich als Operateur ist es das größte Lob wenn meine Patientinnen nach ihrer Operation vor dem Heimweg mit Begeisterung ihre neue Brust sehen. Es besteht aber natürlich noch eine postoperative Schwellung, die Implantate sind noch höher platziert. In den weiteren Tagen nimmt nun die Schwellung ab und die Implantate wandern weiter nach unten, das Dekolleté formt sich nun in einem natürlichen Look.



BRAUCHE ICH EINE FOLGEKOSTENVERSICHERUNG ODER VERSICHERUNG DER IMPLANTATE?

Ja, ich empfehle immer eine Folgekostenversicherung und Versicherung der Implantate abzuschließen. Brustimplantate diverser Premiumhersteller müssen heute nicht mehr nach 10 Jahren gewechselt werden. Bestehen jedoch Komplikationen kann es zu einer Folgeoperation kommen. Folgekostenversicherungen decken meist unmittelbare, nach der Operation auftretende Komplikationen wie Nachblutungen oder Infektionen ab. Implantatversicherungen decken meist Folgeoperationen nach z.B. einer Bildung einer Kapselfibrose ab. Die Höhe der Kosten eines Implantatwechsels kann oftmals auch den Kosten einer ursprünglichen Brustvergrößerung entsprechen. Im Falle einer Kapselfibrose geben viele Hersteller einen Kostenersatz für die Implantate oder Zuschuss zu einer Operation. Dieser liegt oft höher als der Einsatz für eine Versicherung.



WELCHE RISIKEN UND KOMPLIKATIONEN HABE ICH ZU ERWARTEN?

Es gibt immer allgemeine chirurgische Komplikationen und spezielle, auf den Eingriff bezogene Komplikationen. Allgemeine Komplikationen können Nachblutungen, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Schmerzen, Schwellungen, Hämatome/Blutergüsse, Serome/überschiessende Bildung von Wundwasser, Narben bedeuten. Spezielle Komplikationen sind Implantat-bezogene Komplikationen wie Rippling, tastbarere Fältelungen des Implantates, Implantate können sich verschieben/dislozieren oder drehen, Fibrosebildung und Kontrakturen/Einziehungen der Kapsel, Implantate können unter die Unterbrustfalte rutschen (Bottoming Out), die Oberfläche von Implantaten kann brechen, die Brustdrüse kann einerseits über das Implantat rutschen andererseits kann das Implantat unter der Brustdrüse weiter absinken - in beiden Fällen würde es zu einer Brustdeformität kommen, immunologische Reaktionen des Körpers aus dem lymphatischen Formenkreis, Granulombildungen durch Silikonpartikel, Alterationen der Mamillensensibilität.


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WELCHE SCHMERZINTENSITÄT DARF ICH POSTOPERATIV ERWARTEN?

Die Muskelkappentechnik ist eine schmerzarme, jedoch nicht schmerzfreie Operationstechnik. Die Schmerzqualität entspricht in etwa einem Muskelkater, was durch das Dehnen des Brustmuskels durch das Implantat hervorgerufen wird. Die Schmerzen sprechen in der Regel gut auf übliche NSAR an.



WARUM BILDET DER KÖRPER EINE KAPSEL UM DAS IMPLANTAT?

Der Körper erkennt das Implantat als Fremdkörper, er umhüllt es mit einer feinen Kapsel.



WAS IST EINE KAPSELFIBROSE?

Die bindegewebige Kapsel um das Implantat kann sich verdicken. Diese Gewebeverhärtung wird Kapselfibrose genannt, sie wird in 4 Grade unterschieden (Baker Grade). Je höher die Grad-Einteilung, desto mehr Beschwerden bestehen, wie Schmerzen, Verformungen der Brust oder Verschiebungen des Implantates. Bei höheren Graden besteht die Indikation zur erneuten Operation.



MUSS ICH NACH MEINER OPERATION IM KRANKENHAUS ÜBERNACHTEN?

Nein, meine Patientinnen dürfen am selben Tag nach Hause, ich sage zu vielen bei unserem Erstgespräch dass sie schon wieder zum Abendessen mit der Familie zuhause zu Tisch sitzen.



WAS KOSTET EINE OP?

Meine offene Preisliste ist auf meine Homepage veröffentlicht. Meine OP-Kosten für eine Brustvergrößerung beginnen ab 6000 Euro.

Die Patientinnen bekommen 1 Set Kompressions-BH. Ich empfehle jedoch ein zweites Set, da die Kompressionswäsche für 6 Wochen postoperativ zu tragen ist.



WIE SOLL ICH MICH NACH EINER OPERATION VERHALTEN?

Meine Patientinnen dürfen sich nach ihrer Operation im normalen Ausmaß bewegen. Mit Sport sollte bis zur sicheren Einheilung (6 Wochen postoperativ) gewartet werden. Sie dürfen aber Spazieren gehen, Duschen und Haare waschen sind mit Duschpflaster ab dem Operationstag möglich. Besonders in den ersten Nächten nach eine Operation wird das Einschlafen gewöhnungsbedürftiger sein. Es hilft hier sich 2 Polster als erhöhte Kopfunterstützung einzulegen. Eine erhöhte Oberkörperhaltung verhindert auch das Seitwärtsdrehen im Schlaf. Ich empfehle bis zum Fadenzug (ca 14 Tage postoperativ) nicht seitlich zu schlafen.

Inbesondere in den ersten Tagen bis 2 Wochen nach der Operation sollten schnelle und ruckhafte Bewegungen vermieden werden, man sollte sich etwas körperlich schonen. Ein Anheben der Arme über 90° ist unmittelbar postoperativ möglich, jedoch langsam und kontrolliert. Schnelle, ruckhafte und unkontrollierte Schulter und Armbewegungen, Sport unmittelbar nach der Operation, körperlich belastendes Arbeiten sind nicht empfehlenswert.



WIE LANGE DARF ICH NACH MEINER OPERATION KEINEN SPORT MACHEN?

Sport sollte bis zur gesicherten Einheilung der Implantate ausgesetzt werden, dies betrifft insbesondere die ersten 6 Wochen postoperativ. Anschließend können Sportarten wie Joggen (weiterhin mit Kompressions-BH) wieder aufgenommen werden.

Natürlich kann man nach einer ausreichenden Zeit der Erholung unmittelbar nach der Operation andere Muskelgruppen als die der Brust- und Schulterbereiche, wie z.B. die Beinmuskulatur, nach ca. 3-4 Wochen nach der Operation beginnen zu trainieren.



KANN ICH DAS ABSCHWELLEN NACH MEINER OPERATION BESCHLEUNIGEN?

Die Brust ist postoperativ nicht nur durch das Implantat sondern auch durch eine Schwellung ausgelöst durch die Operation selbst. Einerseits helfen Schmerzmittel (NSAR) die auch eine abschwellende Komponente besitzen genau so wie Ananas-Extrakt oder Bromelain.



WIE PFLEGE ICH DIE NARBEN?

Zwei Wochen postoperativ entfernen wir die Intrakutannaht, ab diesem Zeitpunkt kann mit rückfettenden Cremes oder einer Narbencreme eine Narbenmassage (mit leichtem Druck kreisende Bewegungen, mehrmals täglich) erfolgen. Die Narben sollten vor Sonnenexposition geschützt werden um Pigmentveränderungen zur umliegenden Haut zu vermeiden.



WIE LANGE SOLL ICH KOMPRESSIONSWÄSCHE TRAGEN?

Ich empfehle das Tragen eines Kompressions-BH mit Stuttgarter Gürtel für 6 Wochen postoperativ tagsüber und Nachts. Nach 4 Wochen kann der Stuttgarter Gürtel entfernt werden.



HILFE MEINE NARBEN JUCKEN

Das ist ein gutes Zeichen! Narben jucken wenn sie heilen. Jedoch ist sollte man Kratzen vermeiden.



WANN IST DIE BESTE ZEIT FÜR EINE BRUSTVERGRÖSSERUNG?

Es gibt saisonale Häufungen von plastisch-chirurgischen Eingriffen. Straffungsoperationen und Fettabsaugungen werden eher in den kühleren Monaten des Jahres durchgeführt, da das Tragen von Kompressionswäsche in den heissen Sommermonaten unangenehm ist. Es gibt aber auch Operationen, die nicht saisonal gehäuft und das ganze Jahr über durchgeführt werden können, darunter fallen Brust- oder Nasenoperationen.

Für Mütter kann die beste Zeit für eine Brustvergrößerung in den Sommermonaten sein, wenn Kinder im Urlaub sind. Im Idealfall machen die Kinder für etwa eine Woche Urlaub bei den den Großeltern. In dieser können sich die Patientinnen/Mütter auf sich selbst konzentrieren und das Beste aus dem Eingriff und der Erholungsphase herauszuholen.


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KANN ICH EINE MAMMOGRAPHIE MIT IMPLANTATEN DURCHFÜHREN?

Nein, Patientinnen mit Brustimplantaten sollten ihre Frauenärztin, ihren Frauenarzt darüber informieren. Die Früherkennung von Brustkrebs kann durch das Implantat verhindert oder erschwert werden. Es sollte eine MRT-Untersuchung der Brust für das Screening durchgeführt werden.



AB WANN DARF ICH NACH EINER BRUSTVERGÖSSERUNG MICH WIEDER SONNEN ODER INS SOLARIUM?

Das Bräunen oder die Hitze der Sonne schädigt das Implantat nicht, jedoch wirkt UV auf die Narbe ein. Diese sollte gut bedeckt oder mittels hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50) abgedeckt werden. Eine Narbeneinheilung kann bis zu einem Jahr dauern.



KANN ICH NACH EINER BRUSTVERGRÖSSERUNG FLIEGEN ODER TAUCHEN?

Beides ist ohne Probleme möglich. Jedoch können Druckänderungen zu kleinen Luftbläschen im Implantat führen was durch Gurgelgeräusche auffällig wird. Dieses Phänomen sollte in 1-2 Tagen wieder weg sein.



AB WANN KANN ICH WIEDER EINEN BH MIT BÜGEL TRAGEN?

Ich empfehle das Tragen von Kompressionswäsche für 6 Wochen postoperativ. Nach dieser Phase kann die Patientin wieder stundenweise BH mit Bügel tragen. Ich empfehle kein längeres Tragen von Bügel-BH um Verformungen der Brust zu vermeiden. Nach 3 Monaten ist das Bindegewebe um das Implantat so fest, dass bedenkenlos BHs mit Bügel getragen werden können.



IST STILLEN MIT IMPLANTATE MÖGLICH?

Ja, durch eine Brustvergrößerung bleibt das Stillvermögen erhalten. Es gibt auch keine Hinweise, dass sich Silikonpartikel lösen und in die Muttermilch übergehen. Natürlich kann sich das Erscheinungsbild der Brust nach der Schwangerschaft und nach dem Stillen verändern.



BEHALTE ICH MEIN SENSIBLES GEFÜHL AN DER BRUST?

Ja, das sensible Gefühl der Mamille bleibt durch eine richtig durchgeführte Operation erhalten. Direkt postoperativ kann es jedoch durch die Operation sein, dass Nerven gedehnt und somit in ihrer Funktion gestört werden, dies kann unmittelbar postoperativ zu Sensibiltätsstörungen führen.



ERHÖHT EINE BRUSTVERGRÖSSERUNG DURCH IMPLANTATE DAS RISIKO AN BRUSTKREBS ZU ERKRANKEN?

Nein, es gibt wissenschaftlich kein Hinweis, dass Brustimplantate das Risiko erhöhen an Brustkrebs zu erkranken. Sehr wohl können aber Silikonimplantate eine Erkrankung aus dem lymphatischen Formenkreis hervorrufen. In diesem Falle sollte das Implantat entfernt werden.



MUSS ICH DIE IMPLANTATE AUSTAUSCHEN ODER HALTEN DIESE LEBENSLÄNGLICH?#

Viele der heute hergestellten Implantate der Premiumanbieter können heute länger als 10 Jahre in der Brust bleiben, solange es keine Komplikationen gibt. Es ist ein Mythos, dass Implantate nach 10 Jahren ausgetauscht werden müssen.



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